Hier auf meinem Blog und in meinen YouTube-Videos fällt immer wieder der Begriff „intuitiv Essen“. Aber ich habe nie wirklich erklärt, was alles dahintersteckt. Deshalb soll es in dem heutigen Artikel um dieses Thema gehen.

Intuitiv essen – auf die Körpersignale hören

Intuitiv essen bedeutet, auf seine Körpersignale zu hören. Dein Körper sagt dir, was er braucht und wann er es braucht. Er sagt dir sogar, wie viel er braucht bzw. wenn er genug bekommen hat.

Das klingt simpel und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber leider nicht. In unserer Wohlstandsgesellschaft steht den meisten Menschen jederzeit mehr als genug Essen und Trinken zur Verfügung.

Andere Gründe, zum Essen zu greifen

Das hat dazu geführt, dass Nahrungs- und Genussmittel nicht nur genutzt werden, um den Hunger zu stillen. Damit meine ich den körperlichen Hunger. Der Körper sagt uns, dass er Nahrung braucht.

Wir essen oder naschen aber auch aus anderen Gründen. Den Auslöser dazu nenne ich den emotionalen Hunger. Dann essen wir, um uns zu trösten, um einen Kummer zu betäuben, aus Langeweile oder einfach nur so nebenbei. Und dass dann nicht gerade die gesündesten Lebensmittel konsumiert werden, ist kein Geheimnis.

Hinterher werden wir uns manchmal der falschen Gewohnheit bewusst und schämen uns. Das treibt uns dann noch weiter ins Stimmungstief. Wir müssen uns wieder trösten und – wir gehen zum Kühlschrank oder greifen zur Chipstüte. Ach, und Schokolade soll ja glücklich machen. Sagt zumindest die Werbung.

Gesundheitliche Folgen

Wenn du ständig versuchst, belastende Emotionen mit Essen zu betäuben, gerätst du in einen Teufelskreis. Du wirst dir der Emotionen und ihrer Ursachen gar nicht bewusst und kannst sie so nicht auflösen. Und es schleift sich die Reaktion ein, bei Problemen automatisch zum Essen zu greifen.

Dein Körper braucht die so aufgenommene große Menge Energie gar nicht und wird sie als Fettreserven einlagern. Deine Figur wird umfangreicher und du fühlst dich nicht mehr wohl. Irgendwann kommst du ins ungesunde Übergewicht und zu den emotionalen Problemen gesellen sich noch gesundheitliche. Du bekommst sehr ernste Wohlstandskrankheiten.

Das Problem mit dem Sättigungsgefühl

Bis hierher haben wir darüber gesprochen, dass du das körperliche Hungersignal nicht mehr erkennst und aus ganz anderen Gründen Nahrung zu dir nimmst. Es gibt aber noch das Sättigungsgefühl, das viele Menschen ebenfalls nicht mehr erkennen.

Mit dem Sättigungsgefühl sagt dir dein Körper, dass er genug Nahrung bekommen hat. Viele Menschen essen trotzdem weiter. Sie registrieren gar nicht, dass sie satt sind. Da wird gegessen, bis der Teller leer ist und nichts Essbares mehr auf dem Tisch steht. 

Es schmeckt doch so gut. Und man will ja auch kein wertvolles Essen wegwerfen. Doch wer ständig über die Sättigungsgrenze hinaus isst, gerät in die gleiche seelische und körperliche Negativspirale, wie in den vorhergehenden Zeilen beschrieben.

Helfen Diäten?

Helfen Diäten?

„Na und“, wirst du jetzt vielleicht sagen, „schiebe ich eben schnell mal eine Diät ein, wenn ich etwas zu moppelig geworden bin“. Davon rate ich dir dringend ab. Mit einer Diät kannst du nicht gesund abnehmen. Und es droht dir zudem der berüchtigte Jojo-Effekt.

Diäten stellen immer eine Einschränkung der Nahrungsaufnahme dar. Entweder werden bestimmte Nahrungsmittel reduziert, oder die Essensmenge generell verringert oder beides zusammen. 

Natürlich kann sich dabei eine Gewichtsabnahme einstellen. Entscheidend ist jedoch, dass eine Diät nur über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wird. Im Anschluss wird wieder „normal“ gegessen. Die gleichen Lebensmittel und in den gleichen Mengen, wie vor der Diät.

Da dauert es nicht lange und das Gewicht steigt wieder an. Oft hast du einige Zeit nach der Diät sogar ein höheres Gewicht als vorher. Das ist der berüchtigte Jojo-Effekt. Die Diät hat nicht nur nicht gehalten, was dir versprochen wurde. Diese Gewichtsschwankungen stellen auch noch eine Belastung für Körper und Seele dar.

Es gäbe noch eine ganze Reihe weiterer Aspekte von Diäten zu nennen, die der Gesundheit nicht zuträglich sind. Aber unser Thema heute lautet ja intuitiv essen. Als Fazit zu den Diäten mag an dieser Stelle genügen, dass gesund abnehmen anders funktioniert.

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Grundsätze des intuitiven Essens

Intuitives Essen lässt sich kurz in 4 Grundsätzen zusammenfassen:

  1. Iss, wenn du hungrig bist und höre auf, wenn du satt bist.
  2. Iss, was dir schmeckt und was dir guttut.
  3. Iss langsam und achtsam.
  4. Beende die Mahlzeit bei angenehmer Sättigung

Intuitiv essen hat den großen Vorteil, dass du dich zu nichts zwingen musst. Es gibt keine verbotenen Lebensmittel. Du kannst essen, wann du möchtest und so viel wie du möchtest. Vorausgesetzt, du hörst auf die Signale deines Körpers.

Körpersignale wieder spüren

Das ist allerdings zunächst die Schwierigkeit. Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis haben verlernt, auf ihren Körper und ihr Unterbewusstsein zu hören. Sie bekommen die Signale gar nicht mehr mit oder wissen sie nicht zu deuten.

Stattdessen befolgen sie auch bei der Nahrungsaufnahme unbewusste Programme und Gewohnheiten, die sie sich im Lauf der Zeit angeeignet haben. Du musst also zunächst lernen, wieder die Signale deines Körpers zu erkennen, wenn du dich nach den Grundsätzen des intuitiven Essens richten möchtest.

Das ist nicht einfach. Es gibt einen guten Tipp, wie du zumindest einen Einstieg in deine Transformation finden kannst. Das betrifft vor allem die Mitmenschen, die aus Langeweile und zum Trost bei Kummer jeglicher Art zum Essen greifen.

Nutze Ablenkungsstrategien

Nimm dir die Zeit und überlege dir in aller Ruhe, was dir in einer solchen Situation Spaß machen könnte. Lies ein tolles Buch, geh mit Freunden ins Kino oder ins Café, gönne dir einen Spaziergang in der Natur oder geh in einen Tierpark. 

Bestimmt hast auch du etwas, das dich glücklich macht. Deshalb suche dir in Momenten, in denen es dir nicht gut geht, eine schöne Ablenkung und greife nicht sofort zum Snack.

Wie dir ein persönlicher Coach hilft

Das kann ein Anfang sein, wird aber noch nicht ausreichen. Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Bücher und sogar Video-Coachings, die dir helfen können. Am besten ist es jedoch, wenn du dir einen persönlichen Coach suchst. 

Er (oder sie) kann auf deine spezifische Situation eingehen, für dich passende Methoden einsetzen, Fortschritte kontrollieren und dir bei Bedarf auch mal in den Hintern treten. Mit einer solchen Betreuung ist es sehr viel leichter, sich auf die eigenen Körpersignale einzustimmen.

 

Wenn du magst, übernehme ich sehr gern die Betreuung für dich. Nimm mit mir Kontakt auf und wir sprechen miteinander. So können wir uns kennenlernen und sehen, ob die Chemie zwischen uns stimmt. Denn nur dann kann ich dir wirklich helfen.

Übrigens, das erste Gespräch ist kostenlos. Trau dich – ich freue mich auf dich.